Ein nicht unerheblicher Teil des Umsatzes geht in manchem Onlineshop durch vorzeitige Warenkorbabbrüche verloren. Bis zu 30% (!) beklagen gestandene Online-Shops. Dies hat verschiedene Gründe, auf die man als Shopbetreiber nicht unbedingt direkten Einfluss hat, z.B. wenn der Nutzer während dem Kauf in seinem persönlichen Umfeld abgelenkt ist und anschließend vergisst die Bestellung abzuschließen oder den Warenkorb nur als parallelen Preisvergleich zwischen verschiedenen Shops verwendet (was ich auch schon gemacht habe).

Dabei ist es gerade im eCommerce Bereich sehr einfach möglich diese vielleicht noch in einen erfolgreichen Kauf zu ändern, sofern Ihr Shopsystem dies unterstützt und Sie sich voll und ganz der Rückholung der Warenabbrüche widmen, um dafür ein schlüssiges und praktikables Konzept zu erarbeiten.

Eine Rückholungquote von bis zu 20% der ursprünglichen Warenkorb-Abbrecher kann realistisch sein und somit je nach Online-Shop mehrere tausend Euro ausmachen.

Jeder Tag, mit dem Ihr Online-Shop nicht mit einer solchen Maßnahme ergänzt wurde ist bares Geld für das Unternehmen und sollte bei einer kurzfristigen Nichtumsetzung mit der Kündigung des eCommerce-Managers oder der entsprechenden Agentur einhergehen, wenn Ihr Shopsystem die Funktion ohne großen Aufwand unterstützt.

In welchem Laden haben Sie schon die Möglichkeit den Kunden am „Krawittel“ zu packen und ihn wieder in den Laden zu ziehen. Kauf jetzt! Aber bitte mit einem 10% Rabatt als Entscheidungshilfe.

Die Ecommerce Lounge gibt mit 8 Tipps zur Rückholung von Warenkorbabbrüchen erste Anhaltspunkte die es hierfür zu beachten gilt.

Der Ehrlichkeit halber muss man allerdings noch erwähnen, dass ich mittlerweile etwas gedämpfter zur Rückholung von Warenkorbabbrüchen stehe. Wir sind haben eine keine Rabattkultur, mit der sich Nicht-Käufer so einfach mit 10% Rabatt in einer Email wieder locken lassen, bzw. deutlich weniger als in manchen Studien behauptet.

Eine persönliche Langzeitbetrachtung steht hierzu meinerseits auch noch aus. Ja, die Funktion kann man im Marketing-Mix mitnehmen. Aber Sie wird sicher nicht so ausschlaggebend sein, wie die menschliche Komponenten, sich mit den Ursachen tatsächlich und persönlich auseinander zu setzen.