internet_explorer_7_logoNetscape ist schon lange Geschichte. Google Chrome und Firefox erfreuen sich im Vergleich zu Internet Explorer immer größerer Beliebtheit. Doch auch Microsofts Browser ist immer noch ein wichtigstes Werkzeug für die Entwicklung von Webseiten und Onlineshops.

Compliance vs. Zukunft

So auch in großen Konzernen, in denen die Complianceregelungen und internen IT Vorgaben eine große Rolle spielen und oftmals leider noch veraltete Browserversionen des Internet Explorer zum Einsatz kommen.

Denn über den microsoft-eigenen Browser lassen sich Gruppenrichtlinien zur Steuerung der Zugriffe und Berechtigungen in Microsoft-Netzwerken ideal steuern. Auch aus Sicherheitsgründen wird die Nutzung der Browser oft auf den IE beschränkt.

Dadurch kommt es durch die stetige Weiterentwicklung der Browsertechnik in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer Diskrepanz zwischen Browsern und verfügbarer Technik mit spürbaren Funktionseinschränkungen oder gar komplett nicht nutzbaren Webseiten und Plattformen.

Doch gerade die schleppende Anpassung oder Erneuerung auf neue Systeme und technische Möglichkeiten, führt zu höheren Aufwänden und Mehrkosten bei der Entwicklung von heutigen und zukünftigen eCommerce-Handelsplattformen, wenn diese auch über mehrere Jahre zurück kompatibel bleiben sollen.

Alte Systeme verzögern technische Moderne…

Grund ist unter anderem das zahlreiche Betriebssysteme noch auf Windows XP laufen – die Verbreitung von Windows XP lag im November 2012 laut Statista immer noch bei 26% Marktanteil. Neue Browser können auf Grund der veralteten Systeme nicht verwendet werden. Unter anderem die Einhaltung entsprechender konzernweiter Policies in der Anwendung von IT Systemen wirkt sich somit also auch direkt in die Weiterentwicklung von eCommerce-Geschäftsbereichen aus und hemmt diese zunehmends.

Es spielt also auch der Internet Explorer 7, 8 und 9 manches Mal noch eine Rolle bei der Entwicklung von Onlineshops, um die Kompatibilität und Anzeige der Webseiten auch aus firmeninternen Gesichtspunkten zu ermöglichen und die Darstellung im IE7 überprüfen zu können. Doch nur in den seltensten Fällen setzen die Kunden bzw. Nutzer selbst solch veraltete Browser zum Besuch von Webseiten ein.

Trotzdem gibt es auch heute noch zahlreiche große Firmen und Agenturen welche gezwungen sind werden, den “Spagat der Kompatibilität” zwischen alten Browser Versionen und neuester Technik zur Anzeige von Webseiten zu ermöglichen, damit der Auftraggeber und dessen Mitarbeiter selbst einen Blick auf die eigene Webseite werfen können. Wie blöd ist das denn?!

Kostennachteil für den Shopbetreiber

Der Leidtragende ist dabei am Ende also eher der Shopbetreiber. Denn der Kompatibilitätszwang führt in vielen Fällen zu einem deutlichen Kostenfaktor in der Entwicklung und Anpassung, der oftmals durch nahezu keinen praktischen Nutzen in der Gegenüberstellung zu Umsatz und Ertrag gerechtfertigt werden kann. Vielmehr ist die Entscheidung eine Kompatibilität veralteter Browser zu unterstützen meist eher unternehmenspolitischer Natur.

Eine Umsatzrelevanz hat die Entscheidung, weiterhin veraltete Browser zu unterstützen wohl in den wenigsten Fällen und schadet sogar eher weiteren Entwicklungen, da neue Funktionen immer wieder für die Kompatibilität mit veralteteten Browsern gegengeprüft und ggf. angepasst werden müssen.

Gerade in gewachsenen Systemen und Eigenentwicklungen wird der Spagat zwischen Funktionionaltät und technischer Sinnhaftigkeit immer größer.

Betriebsintern jedoch sind manche großen Unternehmen leider noch gezwungen weiterhin auf veraltete Internet Explorer Browser zu setzen, um die funktionellen Anforderungen weiterhin gewährleisten zu können.

Objektiv werden die erhöhten Entwicklungskosten für die gesicherte Kompatibilität kaum in einem adäquaten Verhältnis zu den damit erzielten Umsätzen stehen.

Zeit umzudenken und den Reset-Button zu suchen…