Kürzlich ergaben sich in einem Projekt Probleme bei der Einrichtung der E-Mail-Adresse der neu eingerichteten Domain eines Kunden mit einem Speedport W724V Router der Telekom.

Trotz langjähriger ausreichender Kenntnisse bei der Einrichtung von E-Mail Accounts in diversen Softwareprogrammen wie Outlook, Apple Mail und Thunderbird, wollte der Versand von E-Mails aus dem Netzwerk des Kunden partout nicht funktionieren.

Zwar ließen sich nach der Einrichtung der E-Mail-Adresse die dorthin gesandten E-Mails abrufen, aber keine E-Mails versenden.

Unabhängig davon testete ich die Einrichtung natürlich auch auf meinem eigenen Mac, wo der Empfang und Versand einwandfrei funktionierte.

Ursache

Der Grund für die Probleme des E-Mail Versandes waren letztendlich sehr einfach, aber auch für mich als versierten Administrator in den vergangenen Jahren ein Novum.

Der Kunde hatte kürzlich einen neuen Speedport Router von der Telekom erhalten. In diesen neuen Routern gibt es in der Konfiguration eine “Liste der sicheren E-Mail Server“, an die aus dem internen Netzwerk ausschließlich E-Mails versendet werden können.

Speedport Telekom Router - SMTP Liste der sicheren Email Server

Die darin im Standard enthaltenen SMTP Email-Server mit den Klassikern wie T-Online, 1und1, web.de, GMX waren natürlich vorkonfiguriert enthalten.

Die neue individuelle Domain des Kunden befand sich natürlich nicht in dieser Liste, und musste zusätzlich hinzugefügt werden.

Dann klappte der Versand der E-Mails über SMTP auf Anhieb.

Speedport SMTP Liste erweitern

In der Administration des Speedport Routers im Bereich „Internet“ findet sich der Menüpunkt „Liste der sicheren E-Mail Server“. Hier könnte man entweder im oberen Bereich das Häkchen in der Checkbox deaktivieren – was grundsätzlich nicht zu empfehlen ist – oder man ergänzt die Liste weiter unten mit der Angabe der eigenen Server.

Gründe

Die damit verbundenen Beschränkungen durch die Telekom in den Speedport Routern hat selbstverständlich gute Gründe. Das in den vergangenen Jahren weiterhin massive Aufkommen an Spam Mails durch infizierte PCs und Netzwerkstrukturen, welche als Spamschleudern verwendet werden soll damit unterbunden werden.

Dies scheint aufgrund des selbst erlebten Sachverhaltes gut zu funktionieren. So stellte diese zusätzliche Sicherheitsbildung auch für mich eine Neuigkeit dar, welches in der Zukunft zu berücksichtigen gilt.

Fazit

Die Vorgehensweise bei den Speedport Routern finde ich gut und richtig. Ich selbst komme aus einer Zeit, bei denen in entsprechender Hardware bisher keine entsprechende Sicherheitsfunktion integriert war. Insofern suchte ich natürlich erst einmal den Fehler bei mir bei der Einrichtung des Email-Accounts.

Und dennoch war ich froh darüber und positiv überrascht, dass die Lösung des Problems dennoch so offensichtlich vor mir lag.

Auch wenn es im Internet bereits zahlreiche Beiträge über dieses Thema gibt, wollte ich den Sachverhalt auch hier nicht unerwähnt lassen. Insbesondere mit dem oben gezeigten Screenshot, durch den eigentlich jedem klar werden dürfte wo und wie die Einrichtung von zusätzlichen SMTP Servern eingetragen werden muss.