So macht ihr Shopware fit für die Zukunft und richtig schnell. Denn oft bestehen Shopware-Installationen noch mit Konfigurationen welche zwar bezogen auf die Geschwindigkeit und den Seitenaufbau für die Kunden einigermaßen schnell genug sind, aber es geht noch flotter.

Und so gibt es in den meisten Hostings noch ein paar Stellschrauben – insbesondere bei länger bestehenden Systemen – mit denen man Shopware noch deutlich beschleunigen kann:

php 7 – und nix anderes mehr

Viele bereits länger laufende Shopware Installationen laufen noch auf dem klassischen PHP 5.6. Dabei bieten die meisten Hoster – und gerade die für Shopware zertifizierten – auch schon PHP 7.0 an. Die neue, bzw. aktuelle PHP Version sollte man in jedem Fall nutzen, da sie bereits die Basis für alle weiteren Stellschrauben zur Beschleunigung bietet.

Die Umstellung von PHP 5.6 auf PHP 7.0 ist dabei eigentlich relativ trivial, wenn man verschiedene Regeln berücksichtigt.

So ist es hierbei erforderlich, den Lizenzmanager und idealerweise auch alle anderen Plugins vor der Umstellung zu aktualisieren, damit der Onlineshop weiterhin einwandfrei funktioniert. Darüber hinaus kann der bereits vorhandene Cache ein paar kleinere Probleme machen, welche man durch das Neuerstellen des Cache oder Umbenennen des aktuellen Cache-Ordners in den Griff bekommt.

Von der Verwendung der teilweise angebotenen PHP 7.1. Version sei dennoch in jedem Fall abgeraten, da der ion Cube Loader in dieser Version noch nicht produktiv für Shopware verwendet werden kann. PHP 7.0 reicht also vollkommen aus und führte zu einer deutlichen Geschwindigkeitssteigerung von Shopware im Vergleich zu PHP 5.6.

Bei der Umstellung von PHP 5.6 auf PHP 7.0 gibt es normalerweise keine größeren Probleme, insbesondere dann wenn man die Version selbst im Administrationsbereich des Hostings umstellen kann. Funktioniert dabei die Umstellung auf PHP 7.0 nicht auf Anhieb, lässt sich schnell und einfach wieder auf PHP 5.6 wechseln und der Onlineshop sollte wieder funktionieren.

Dennoch sollte es natürlich selbstverständlich sein, dass man vorher ein Backup des Webverzeichnis und der Datenbank anlegt.

„memory limit“ erhöhen

In vielen Standardinstallationen ist ein memory limit von nur 128 oder 256 MB eingetragen. Einen deutlichen Leistungszuwachs im Frontend aber auch im Backend erfährt man, wenn man das memory limit auf 512 MB oder sogar 1024 MB erhöhen kann. Dies wirkt sich insbesondere auf einen schnelleren Seitenaufbau, beim Kompilieren des Themes oder Aufwärmen des Cache aus.

Natürlich ist hierbei das Erhöhen des „memory limit“ auch abhängig von dem verwendeten Hosting. Bei einem im Hosting zugesicherten Arbeitsspeicher von 6 GB kann man hier allerdings ruhig die 1024 MB konfigurieren, um dauerhaft genügend Luft nach oben zu haben. Nach meinen Erfahrungen gibt es zwischen 512 MB und 1024 MB allerdings keinen deutlichen Leistungsschub für „normale Installationen“ mehr.

„max execution time“ erhöhen

Die sogenannte „max execution time“ für die php Prozesse liegt – im Standard – oftmals bei nur 30 Sekunden. Gerade bei der Verwendung weiterer Skripte oder insbesondere auch bei Magnalister macht es durchaus Sinn dieses deutlich zu erhöhen. Der Hoster Mittwald empfiehlt zum Beispiel bei der Verwendung von Magnalister die „max execution time“ von auf bis zu 600 Sekunden (also 10 Minuten) zu erhöhen.

Die Erhöhung der „max execution time“ führt dazu, dass PHP Prozesse wähle länger als die z.B. genannten 30 Sekunden dauern können durch den Webserver nicht abgebrochen werden. Mitunter kann dies sonst erhebliche Auswirkungen auf regelmäßige Prozesse und damit einhergehende korrupte und fehlerhafte Daten haben.

Bilder und Logos in Shopware immer optimieren

Eine ebenfalls effiziente und einfache Möglichkeit ist, Bilder und insbesondere das Logo des Shops in der richtigen Größe und dem richtigen Dateiformat in Shopware bereitzustellen. So habe ich es bisher oft erlebt, dass das Firmenlogo im Onlineshop oder Bilder in den Einkaufswelten als PNG in einer sehr hohen Qualität mit unangemessener Dateigröße verwendet werden.

Dies fällt insbesondere dann auf, wenn man den eigenen Onlineshop mit Google Page Speed Insights testet: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
In jedem Fall sollte man die entsprechenden Bilder und Logos immer als JPG in angemessener Größe verwenden, sofern es hier keine weiteren Anforderungen gibt wie zum Beispiel eine Grafik / Bild mit einem transparenten Hintergrund.

Des Weiteren kann man sich natürlich weiterer Hilfsmittel und Plugin Erweiterungen bedienen, mit denen man hochgeladene Bilder weiter komprimieren und optimieren kann.