Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, welche sich bereits früh mit eCommerce auseinandergesetzt haben und schon länger Erfahrung mit einem Standalone Online-Shop in einer quasi Parallelwelt gemacht haben, denken immer häufiger an die direkte Schnittstellen-Anbindung des Online-Shop an das eigene Warenwirtschaftssystem nach.

Diese Schnittstelle führt im bestenfalls und gerade bei steigenden Bestellungen pro Tag zu einer deutlichen Arbeitsentlastung der zuständigen Shop-Mitarbeiter, welche sonst die Bestellungen manuell in das Warenwirtschaftssystem übertragen müssen.

Für jeden guten Online-Shop gibt es mittlerweile Schnittstellen zu den gängigsten Warenwirtschaftssystemen. Und das teilweise noch zu einem günstigen Preis. Doch was sich genau dahinter verbirgt was anfangs keiner.

Klar, bestenfalls werden Produkt-, Bestell- und Kundendaten synchronisiert. Doch der Teufel steckt im Detail. Kaum ein Warenwirtschaftssystem ist im Standard auf die eigenen Geschäftsprozesse langfristig ausgerichtet, wenn es nicht angepasst wird und weiterführende Funktionen aktiv eingesetzt werden. Insbesondere müssen für die Verheiratung beider Systeme die grundlegenden Stammdaten korrekt und vollumfassend gepflegt sein.

Und da wird es gerade bei der Anbindung haarig. Online-Shops denken „online“, der ERP Hersteller denkt meist noch offline. Auch technisch bewegen sich beide Systeme meist in unterschiedlichen Welten. Beide Anforderungen gemeinsam unter einen Hut zu bringen bedingt zwangsläufig der Systeme, um die Geschäftsprozesse im eCommerce auch im ERP abbilden zu können und umgekehrt.

Ich selbst habe diese Herausforderungen nun – und zum Glück mit reichlicher Vorerfahrung – immer wieder machen müssen dürfen. Es ist hochinteressant welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn man sich darauf einlässt und die Anbindung von eCommerce an die etablierten Softwareanwendungen im Unternehmen strategisch plant und umsetzt.

Die Weiterentwicklung in diesem Bereich ist heute unabdingbar, um am Ball zu bleiben. Der digitale Handel, welcher eigentlich schon seit mehreren Jahren Einzug in fast jede Branche hält, wird in den kommenden Jahren nochmals einen Gang zulegen.

Im Vergleich mit den eigenen Mitbewerbern wird man damit zwar immer transparenter – auch für den Wettbewerb. Doch die Kunden suchen heute immer mehr über das Internet. Doch dies entwickelt sich eher zum Vorteil, wenn man das eigene Unternehmen auf dem aktuellen Stand der Technik präsentiert.