Karat QR CodeEs gibt kaum noch ein Medium welches nicht irgendwo einen QR Code aufgedruckt hat. Vom normalen Produkt im Supermarkt bis zum Tankdeckel auf Polizeiautos (heute gesehen) fallen die kleinen Helferlein immer wieder ins Auge.

Eigentlich hätte man bereits vor langer Zeit erwartet, dass mit QR Codes eine neue Ära in der Vernetzung zwischen Offline- und Online-Marketing angebrochen ist und den Siegeszug für eine vernetzte Welt einleitet. Doch leider bis heute weit gefehlt.

Doch immer noch wird die Idee “Wir machen jetzt was mit QR Codes” nicht weit genug gedacht.

 

Praxisbeispiel

Es darf natürlich geraten werden was ich gerade in meinem Glas habe während ich diesen Blogbeitrag schreibe (siehe Bild). Im diesem Fall führt das Scannen des QR Codes auf einer Flasche Wein auf folgende URL: http://www.dasenstein.de/qr-infos.html?ean=0784210262026

Man erfährt hier bereits ein paar Informationen über den Wein: Charakteristik, Trinktemperatur und eine Speiseempfehlung. Die URL führt auf eine eigene qr-code-html-Seite mit der zumindest der Aufruf der URL bezogen auf den QR Code getrackt werden kann. Das ist ja schonmal was. Ich als Verbraucher hätte mir aber mehr erwartet.

Welcher Mehrwert erwartet mich hinter dem QR Code?

Zahlreiche weitere konkrete Informationen fehlen jedoch für mich als Verbraucher. Zum Beispiel: Was kostet der Wein? Und. Wo kann ich ihn bestellen? Wobei Letzteres eigentlich gar nicht so weit entfernt wäre. Denn der Winzerkeller “Hex vom Dasenstein” betreibt auch einen Online-Shop, in dem auch der Karat im Shop gleich auch gekauft werden kann. Nur leider wird nicht direkt auf diesen verlinkt. Eigentlich schade. Denn gerade dann wäre es fast schon eine Runde Sache.

Leider – und gerade das könnte der Grund sein – weshalb man sich im aktuellen Fall nicht dafür entschieden hat ist, dass der Online-Shop nicht Responsive ist und somit das Einscannen des QR Codes mit meinem betagten iPhone 3GS unweigerlich zum Abbruch meiner Recherche führen würde.

So wie in diesem Beispiel gibt es in der Praxis unzählige weitere Fälle, in denen der QR Code eben nicht zum erwarteten Ziel geführt hat und somit das ganze Thema QR Code in der Praxis nicht mehr wahrgenommen wird. Der Aufwand den QR Code zu scannen führt oft genug in eine Sackgasse oder deckt sich nicht mit der Erwartungshaltung des Verbrauchers. Macht man öfters entsprechende negative Erfahrungen als Verbraucher, lässt man es dann irgendwann komplett bleiben das Abenteuer einzugehen einen QR-Code zu scannen, da man oft genug enttäuscht wurde und vermutlich beim nächsten Mal auch wieder auf einer Seite landet die kaum weiteren Mehrwert bietet.

QR Codes besser nutzen

Es ist eigentlich ein schönes Beispiel, da es aus der Praxis sehr klar zeigt, dass die Idee zwar mit einer eigenen URL durchdacht war, aber vermutlich der nicht mobil optimierte Shop das Ausschlusskriterium für eine durchgängige Praxis im Weg stand. Allerdings sei hier auch gesagt, dass bei der Weinflasche welche ich im normalen Supermarkt gekauft habe, eine Verlinkung auf den eigenen Onlineshop eventuell auch gar nicht gewünscht ist, um mit den entsprechenden Vertriebskanälen über die Supermärkte nicht in Konkurrenz zu treten.

Dem Genuss des Weins tut das natürlich keinen Abbruch. Zum Wohl!

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