PickwareEs scheint mit Pickware fast, als könnte ein Traum in Erfüllung gehen. Denn was wünscht sich ein Shopbetreiber am meisten, wenn er schon alles hat? Und vor allem, wenn das Wachstum und die Prozesse seines Unternehmen langsam aber sicher seinen Feierabend auffressen?

Eine interessante Einleitung, ganz zu schweigen von der Headline. Pickware ERP, ein “Warenwirtschaftssystem” welches Shopware zu einem vollwertigen ERP macht? Nicht ganz, aber ich bin überzeugt davon dass der Ansatz den Pickware verfolgt und bis jetzt umgesetzt hat, gerade bei kleinen bis mittleren Shopbetreibern eine ganze Menge Prozesse nach dem “Kaufen”-Button umkrempeln optimieren kann und wird.

Historie

Ich selbst komme aus dem klassischen ERP Bereich und habe in den vergangenen Jahren die Anbindung von zwei größeren Barcodescannerlösungen an SelectLine und Navision als Projektmanager begleiten dürfen. Bei der Hardware stand mir hierbei BM Tricon mit den Intermec Barcodescannern zur Seite. Die Router waren natürlich von Cisco. Ausschlaggebend waren hierfür die bereits vorhandenen ERPs in den Unternehmen sowie der Großhandelscharakter der Lagerwirtschaft. Hochregale und bis zu 4.000 Palettenstellplätze verteilt auf mehrere Hallen. Long-Range Scanner mit zu 8 Metern Reichweite verrichten dort seitdem zuverlässig ihren Dienst.

Damit sind alle betrieblichen Prozesse abgedeckt und der Online-Shop, der sich nebenbei in Konkurrenz zum klassischen Vertrieb eines jährlichen Wachstums erfreut, profitiert ebenfalls.

Verbesserte logistische Prozesse im eCommerce

Aber gerade mit Shopware und den zigtausend Installationen, verteilt sich der allgemeine Shopbetreiber doch zu einem beträchtlichen Teil auf den klassischen klein- und mittelständischen Unternehmer. Nicht selten ohne zusätzliches ERP oder zumindest parallel betrieben in den getrennten Welten.

Wer sich darin wieder findet, weiß bestimmt schon was ich meine. Die E-Mail Bestätigung einer Bestellung kommt an, man loggt sich ins Backend ein, druckt Lieferschein und Rechnung aus, Aktualisiert den Bestellstatus, läuft zum Drucker, läuft ins Lager, verpackt die Pakete und und und……

Je mehr Bestellungen, desto mehr Pakete, desto höher der Lagerbestand, desto größer das Lager, desto länger die Laufwege. Das kostet Zeit und Geld. Ohnehin erfordert das entsprechende Wachstum die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter. Menschen machen Fehler und versenden die falsche Ware.

Also was nun?

Pickware ausprobiert

Um dauerhaft die Lieferqualität als kleiner Shopbetreiber zu gewährleisten und die Prozesse trotz Wachstum zu optimieren bedarf es hierfür funktionierender, erschwinglicher und schnell umsetzbarer Lösungen. Ich konnte am vergangenen Shopware Community Day 2015 Pickware direkt am Stand ausprobieren und war begeistert.

Die Kombination von iPod oder iPhone mit den Scannergehäusen mit integriertem EC- und Kreditkartenleser mit mehreren rollenbasierten Apps direkt über die API angebunden war ein absolutes Novum zwischen den ganzen Agenturen, Hostern und Zahlungsdienstleistern. Dass dann noch der Beleg und das Versandetikett ausgedruckt und inkl. Statusänderung im Shop fix und fertig verarbeitet werden lässt kaum noch Wünsche für ein zeitgerechtes Management der weiterführenden Prozesse die nach dem Online-Einkauf kommen, offen.

Darüber hinaus kann und sollte man als Shopbetreiber und/oder digitale Native auch weiterhin über den Tellerrand zurück ins Offline-Business schauen. Denn auch als POS Lösung lässt sich Pickware einsetzen. Entweder im Ladengeschäft – ganz “Apple Store”-like – oder zum Beispiel auf dem heimischen Wochenmarkt, um quasi entkoppelt vom eCommerce weitere Absatzmärkte zu erschließen.

Gut, offene Punkte sind derzeit noch eine Lagerverwaltung, welche über reine Lagerplätze in Shopware hinausgeht und unbedingt auch eine DATEV-Schnittstelle. So wird die DATEV Schnittstelle derzeit in Zusammenarbeit mit dem Tochterunternehmen Eisenschmidt GmbH der Deutschen Flugsicherung – Pickwares größtem Kunden – gemeinsam entwickelt.

Bei der Referenz kann man wohl ziemlich sicher davon ausgehen, dass das ab Ende diesen Jahres erhältliche Plugin im Shopware Community Store ausgereift sein wird und die DATEV-Schnittstellle an sich ein äußerst gewichtiges Kriterium für Shopware sein wird.

Doch was hat das mit Amazon zu tun?

Schon lange frage wahrscheinlich nicht nur ich mich, was der eigentliche Reiz an Amazon ist. Sicher ist es auch die große Produktvielfalt zu der viele von uns auch beigetragen haben. Doch es ist auch die Zuverlässigkeit der weiterführenden Prozesse nach der Bestellung. Man kann trotz aller Unkenrufe meistens sicher sein, dass die Ware pünktlich geliefert wird – wenn die Post nicht streikt.

So ist meine These, dass Shopbetreiber welche einigen Aufwand im Handling des eCommerce betreiben, aber noch Nachholbedarf bei logistischen Prozessen haben zumindest in diesem Punkt Amazon & Co. in nichts nachstehen müssen und auch bei stetigem Wachstum – den Lagerbestand der Artikel vorausgesetzt – keine Abstriche in der Dauer der Auslieferung oder der Fehlervermeidung bei der Kommissionierung machen müssen.

Fazit

Wer klein anfängt und ausschließlich mit Shopware “aufwächst”, sollte unbedingt einen Blick auf Pickware werfen. Die Kosten der Lösung sind nach meiner Ansicht auch im Hinblick auf eine betriebswirtschaftliche Sichtweise durchaus im Rahmen und können zu einer dauerhaften Steigerung des eigenen Wachstum bei gleichbleibender Qualität im Unternehmen insbesondere für reine Online-Handler beitragen.

Weiterführende Informationen gibt es hier auf dem Blog von Viison.
Auf Youtube gibt es mehrere Videos die den Prozessablauf von Pickware praxisnah und verständlich zeigen.

Und nein, dies ist kein “Sponsored Post”.
Den habe ich ganz alleine aus freien Stücken und persönlicher Überzeugung geschrieben.

Als Pickware Agentur stehen der Shopflüsterer und der Partner comersio aus Frankfurt seit kurzem als kompetente, zertifizierte Partner an Ihrer Seite. Zu der Pickware Partnerschulung bei Shopware in Schöppingen gibt es in Kürze noch ein kurzes Recap.