Gerade im digitalen Distanzhandel spielt der Vertrauensaufbau eine wichtige Rolle, um den Kunden von seinem Online-Shop, den Produkten, der Leistung und der Lieferung zu überzeugen.

Abgesehen davon, dass hierzu oftmals den Kunden immer noch eine unnötige Registrierung abgenötigt wird bleiben ihm beim Bezahlvorgang oftmals nur wenige flexible Möglichkeiten sich für eine Zahlung zu entscheiden.

Sicher stellen Paypal und Kreditkarte für Käufer und Verkäufer in vielen Fällen eine präferierte und sichere Zahlungsweise dar, wenn diese auch meist von den Zusatzkosten insbesondere für den Verkäufer am Teuersten sind.

Dennoch und gerade deshalb kann es sich lohnen als Verkäufer insbesondere in Nischenbereichen oder bestimmten Zielgruppen auch die Zahlung per Rechnung anzubieten und somit für den Kunden eine schnellere und vertrauensvollere Kaufabwicklung zu ermöglichen.

Rechnung nach bestimmten Kriterien

Damit säumige Kunden die Rechnung aber nicht ohne den Wirt machen, sollten Sie bei der Einführung bei der Zahlung auf Rechnung dennoch gewisse Kriterien in den Bezahlprozess integrieren, durch die nur bestimmten Kunden die Zahlungsmöglichkeit angeboten wird, von denen auszugehen ist, dass diese auch bezahlt wird:

  • Definieren Sie konkrete Kundengruppen in Ihrem Shopsystem und/oder ERP
  • Zahlung per Rechnung nur bei identischer Liefer- und Rechnunganschrift
  • Setzen Sie eine maximale Grenze des Warenkorbwertes bei der der Kauf auf Rechnung möglich ist.
  • Keine Lieferung per Rechnung, wenn noch Zahlungen des Kunden ausstehen

Bonität in Echtzeit prüfen

Die Kür ist sicher die Bonität der Kunden bei jeder einzelnen Bestellung online und in Echtzeit bei einem Dienstleister wie zum Beispiel Arvato Infoscore zu überprüfen. Hierdurch minimieren Sie das Risiko von Zahlungsausfällen deutlich.

Die Auswahl muss stimmen

Zahlen auf Rechnung ist beliebt. Bis zu 25,1% sollen laut einer EHI Studie in 2012 bei 169 befragten Unternehmen auf Rechnungskauf getätigt worden sein, die zusammen in 2011 bis zu 33% des Gesamtumsatz im eCommerce Bereich in Deutschland erwirtschaftet haben sollen.

Sicher ist diese Studie nicht abschließend repräsentativ, denn gerade für KMUs und in sich abgeschlossene B2B-Plattformen dürften strukturell andere Zahlungsverhältnisse präferiert werden.

Eine durchaus praktikable Auswertung hat der eCommerce-Leitfaden in „Zahlen bitte“ gut zusammen gefasst.