Schweine an sich sind ja nichts Schlechtes. Wir essen Sie als Wurst, Schinken oder Schnitzel. Der Vergleich hinkt? Keineswegs. Auch im eCommerce sind zahlreiche Schweine unterwegs. Hiervon gibt es zwei Arten. Gerade im SEO Bereich.

Einerseits die, welche mit Ihrer SEO-Schnauze den ganzen Boden durchwühlen, einigen Schaden anrichten und langfristig zu einem immensen Schaden am Vertrauensverhältnis gegenüber ihren Auftraggebern und der ganzen SEO-Branche beitragen.

Andererseits gibt es da noch die Trüffel-Schweine. Sie finden wahre Schätze im Haifischbecken der SEO-Diensleister zwischen Google-Suche und Panda-Update. Natürlich für einen entsprechenden Preis, denn Trüffel ist ja auch nicht billig. Aber diese sind meiner persönlichen Meinung nach schwer zu finden.

Und nebenbei bemerkt – es ist ein hartes Geschäft.

SEO ist nur so gut wie man es selbst versteht

SEO – Search Engine Optimization mutet oft als verkappte Religion an, deren Inhalte und Ziele nur den Sektenführern bekannt sind. Von vornherein wird bei den schwarzen Schafen Schweinen ein Geheimnis daraus gemacht, wie SEO-Dienstleistungen durchgeführt und messbar gemacht werden und wie der Kunde die Erfolge daraus schlussendlich analysieren kann. Frei nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut“ – die „nicht definierten“ Leistungen oder Zielsetzungen wurden ja erbracht.

Keineswegs integriert sich eine SEO Agentur gerne grundsätzlich in die unternehmenseigene Analyse, was aber unabdingbar ist, um die SEO-Leistungen von anderen Maßnahmen möglichst objektiv abgrenzen zu können.

Das Kernproblem ist, dass es für die SEO-Branche keine verbindlichen Leistungsbeschreibungen oder Zielvorgaben gibt, auf die sich ein Unternehmen bei der Beauftragung für die Bewertung der Leistungen richten kann. Konzeptionen, Leistungen und Zielanalyse sind immer bei jedem Projekt individuell.

Im schlimmsten Fall wird ein „Linkaufbau“ vereinbart, der in seiner Ausprägung weder konkret definiert noch messbar sein wird und heute auch nicht mehr den Stand der Technik als Alleinstellungsmerkmal darstellt. Das Ergebnis sind zahlreiche verstreute Links zum Unternehmen, welche selbst nicht mehr geprüft, korrigiert und nachvollzogen werden können. Ein Reptutationsschaden ist hier vorprogrammiert, auch für den SEO Verantwortlichen.

Deshalb: Ziehen Sie Ihrem SEO Dienstleister vorher die Hose(n) aus und prüfen Sie ganz genau auch mit der Angabe konkreter Referenzen wie der SEO-Dienstleister arbeitet. Referenzen, konkrete Beispiele. Messbarkeit der angebotenen Leistungen in eigenen Systemen. Ggf. ist es sogar sinnvoll die durchgeführten Leistungen an konkrete Erfolgsziele zu knüpfen.

SEO Agenturen mit konkreten Zielen konfrontieren

Eine gute SEO-Agentur sollte deshalb ein konkretes und für Sie verständliches Konzept vorstellen können und jede Tätigkeit dokumentieren. Es reicht nicht aus SEO zu beauftragen und sich selbst zu überlassen, nur weil man davon in der letzten Fachzeitschrift etwas gelesen hat. Es muss auch messbar sein – egal ob es gut oder schlecht läuft. Nur dann ist gewährleistet, dass man feststellen kann ob die Investitionen sinnvoll sind oder nicht.

Drumm prüfe wer sich SEO-bindet. Im Grunde genommen ist der dumme Auftraggeber oft das Problem. Auf Grund seiner Nachlässigkeit gibt es immer wieder SEO Agenturen die ihr Ding machen, Rechnungen stellen, aber unternehmensintern die Erfolge nicht prüfen. Wenn das auf Sie zutrifft, dann nehmen Sie lieber das Geld und schmeißen Sie eine große Party für Ihre Mitarbeiter. Das wäre in punkto Mitarbeitermotivation sicher besser messbar.

Gutes SEO kommt (erstmal) von innen

Sicher können SEO Dienstleister heute off-page eine ganze Menge leisten. Ich bin jedoch auch der Meinung, dass viele Unternehmen sich zu sehr auf die externen Experten verlassen, weil Sie den Eindruck erwecken, dass damit alles erledigt sei.

Oft wird hier eine weiterführende Beratung und Konzeption für offene Punkte, die der Unternehmer selbst leisten kann, bewusst ausgelassen.

Vielmehr ist es heute aber wichtig, dass SEO aber auch von innen heraus verstanden und umgesetzt wird. Einfachstes Beispiel sind zum Beispiel gute Texte und Produktbeschreibungen auf der eigenen Webseite. Oft lassen sich diese wichtigen Inhalte auf Grund der Branche und damit verbundenen Fachkenntnisse gar nicht so gut von Außenstehenden umsetzen, wie man es intern vermag.

Mein Tipp: Beschäftigen Sie sich zuerst selbst mit dem Thema, um ein grundlegendes Verständnis zu erhalten und somit ggf. schon selbst die ersten Umsetzungen durchführen oder benennen zu können. Erst wenn Sie ein ungefähres Konzept erarbeitet haben und wissen, was Sie zu einem Preis X an SEO-Dienstleistung von Extern einkaufen wollen. Erst dann sollten Sie sich wirklich der Sache annehmen.