Ich hab mir so richtig was gegönnt! Also so richtig. Nach langen Jahren der Abstinenz und dauerhaften Verwendung von Microsoft Office Mac 2011 entschied ich mich nun endlich auf Office 365 umzusteigen. Irgendwann überwog der Vorteil der Verwendung des mir doch schon ans Herz gewachsenen Microsoft Office auf mehreren Geräten für einen eigentlich recht angemessenen Preis.

Wohl wissend dass ich nun auch ein Microsoft Konto registrieren musste, müßigte ich mich also durch den Registrierungs- und Bestellprozess bei Microsoft (die Webseite langweilt mich immer noch) und war froh, als ich alles erledigt hatte.

Selbstverständlich erwartete ich sehnsüchtig die Bestätigungsemail mit den weiterführenden Informationen wie und wo ich nun meine neu erstandene Office Version herunterladen könnte. So war ich doch schon etwas ernüchtert, dass man bei Microsoft ganz profan mit „Hallo“ in der E-Mail ganz unpersönlich angesprochen wird. Bei Apple und Starbucks ist das eine Todsünde.

Also schnell weiter zum Link –  sie werden die unpersönliche Ansprache ja sicherlich nicht böse gemeint haben.

Doch der Klick auf den Link zum Account führte ins Nirwana. Der bei Microsoft zuständige Verantwortliche für die Bestellbestätigung E-Mails hat doch tatsächlich bei der Verlinkung der URL ein Anführungszeichen in den Link mit eingebaut, welches dazu führt dass man auf einer leeren Seite gelandet.

Es darunter ein paar Klicks, bis sich auf den dritten oder vierten Blick dies überhaupt bemerkte. So denkt man immer: „ solche Fehler werden den großen Unternehmen sicher nicht passieren.“ Doch weit gefehlt. Wie man sieht setzt man auch bei Microsoft nicht mehr auf konsequente Tests der Prozesse und gesamten Bestellabwicklung.

Gut, letzten Endes war es nur ein Anführungszeichen, aber das „Deppenapostroph“ in der Überschrift heute sich aber besser an.
Entschuldigt denn Clickbait. Aber ihr seid sicher trotzdem auf eure Kosten gekommen. 😉

Ein paar Zeichen in der URL zu viel - und schon geht nichts mehr.

Ein paar Zeichen in der URL zu viel – und schon geht nichts mehr.

In der Kategorie Dos and Donts in meinem Blog, erstelle ich regelmäßig gerne Netzfundstücke vor, bei denen es im weitesten Sinne um sogenannte „Best Practices“ oder oder leider häufiger auch „Bad Practises“.

Oftmals bestehen Webseiten sowie deren Interaktionsmöglichkeiten und dargestellten Informationen bereits seit vielen Jahren in unveränderter Form und erscheinen in der heutigen Zeit mit einem entsprechenden Blick durchaus kurios und belustigen oder auch ernst und ärgerlich.

Und es ist gewissermaßen eine Hommage an die alten und quasi fast nicht vergänglichen Dingen, die trotz ihres Alters immer noch fester Bestandteil des Internet sind, obwohl sich dieses in den vergangenen Jahren immer wieder neu erfindet.