Nicht erst seit der DSGVO bedienen sich Shopbetreiber insbesondere auch im Bestellabschluss zahlreicher Checkboxen, um diverse Regularien wie die AGB, die Datenschutzerklärung und die Widerrufsbelehrung vor dem Kauf durch den Kunden bestätigen zu lassen.

Dies treibt bisweilen besondere „Blüten“, insbesondere dann, wenn dem Kunden vor dem Kaufen-Button zusätzlich noch eine wahre Klickorgie vor die Füsse gelegt wird.

Das aktuelle Beispiel zeigt den abschließenden Bestellprozess bei Cyberport, einem der bekannteren Online-Händler für Computer-Hardware in Deutschland.

Häkchen in Checkout Conversionkiller

Checkbox nicht unbedingt Pflicht

Dabei sind entsprechende Bestätigungshäckchen formal juristisch nicht unbedingt verpflichtend, führt die IT Recht Kanzlei in Ihrem Blog aus.

Auch ich habe bereits vor einiger Zeit schon einmal darüber berichtet. Zwischenzeitlich hat Cyberport hier nochmal nachgelegt und lässt sich jeden juristischen Bereich einzeln bestätigen.

Weniger ist mehr vs. Conversionkiller

Nach meinem Dafürhalten halte ich es nicht zwingend erforderlich, dass überhaupt die Hinweise auf AGB & Co. nochmals aktiv über eine Checkbox bestätigt werden müssen, wenn auf diese deutlich und nachvollziehbar verlinkt hingewiesen wird.

Zumindest könnte man am Beispiel von Cyberport die Bestätigung der Rechtstexte zumindest auf eine Checkbox eingrenzen.

Weniger Klicks, weniger Frust, mehr Conversion?

Ob nun tatsächlich die Optimierung in diesem Bereich tatsächlich zu einer höheren Conversion führen würde sei einmal dahingestellt. Konsequenterweise müsste man so etwas testen, um hierzu wirklich verlässlich eine Aussage treffen zu können.

Wer es „verpasst“ die Checkboxen anzuklicken erhält zumindest eine Fehlermeldung und holt dies dann eben nach. Wer würde hier dann tatsächlich abspringen.

Und dennoch ist ein anderes und viel wichtigeres Thema hierbei der für den Kunden optimierte Weg zum Abschluss der Bestellung, da dieser dann deutlich weniger klicken muss.