Alle wollen unsere Daten. Ob NSA, die GEZ oder der nächste Online-Shop.

Am Besten mit Registrierung und einem weiteren Passwort – oder dem Gleichen, welches wir in hundert anderen Shops auch schon hinterlassen haben. Gastbestellungen haben sich leider auch auf großen Webseiten noch nicht genug durchgesetzt, obwohl dadurch Kaufabbrüche schon vorprogrammiert sind.

Jako-O, ein bekannter Shop für Kinder und Baby-Artikel ist da leider so ein Negativbeispiel.

Doch potentielle Käufer werden erstens immer sensibler in punkto Datenschutz und vor allem ist es lästig sich wieder ein weiteres Passwort und die entsprechenden Registrierungsemails abzuspeichern.

Kennwort für den Primark-Einkauf

Stellen Sie sich das mal in der Offline-Welt vor. Gehen Sie doch mal zu Primark und Konsorten. Bevor Sie dort bezahlen dürfen müssen Sie nicht nur mit Ihren persönlichen Daten die Hosen runterlassen, sondern erhalten noch ein Kennwort. Nur mit diesem können Sie beim nächsten Mal wieder Ihre Pullis kaufen. Wie blöd wäre das denn?

Nun muss man wissen, dass viele der nachgelagerten ERP Systeme bei einer automatisierten Bestellabwicklung in Online-Shops zwingend eine Kundennummer vergeben müssen. Dies würde bedeuten, dass Gastbesteller die mehrfach bestellen jedes Mal intern ggf. eine neue Kundennummer zugewiesen bekommen, obwohl die Adressdaten jedes Mal identisch sind.

Customer Livetime wird zerstückelt

So what? – mag man sich da fragen. Eine Kundennummer im System mehr oder weniger ist doch egal. Für den Kunden ja, den er weiß darüber nichts und ihm kann es eigentlich auch egal sein. Eine eindeutige Zuordnung ist allerdings für unternehmensinterne Auswertungen und Planungen unabdingbar. Ein Nachteil entsteht dem Gastbesteller über eine interne eindeutige Zuordnung seiner mehrfachen Gastbestellungen in der Regel nicht. Er hat aber den Vorteil, dass er sich kein Passwort merken muss. Und man könnten ihm bei Bedarf sogar bei Fragen zu bisherigen Bestellungen durch die zusammengefassten Daten ggf. schneller weiterhelfen.

Die Kür für einen Shop-Betreiber ist also die jeweils identischen Daten einer Person bei mehreren Gastbestellungen innerhalb der Schnittstelle zwischen Shop und Warenwirtschaftssystem (ERP) so zusammen zu führen, dass diese dem ersten angelegten Account des Gastbestellers eindeutig, zuverlässig und fehlerfrei zugeordnet werden können.

Nur so ist z.B. die Berechnung einer korrekten Customer Livetime aller Kunden möglich.

Es ist also nicht nur umsatzrelevant Gastbestellungen im eigenen Online-Shop anzubieten,
sondern auch langfristig ein wichtige Anforderung die Daten identischer Gastbesteller zusammen zu führen.

In vielen Fällen reicht schon die Prüfung der wichtigsten Datenfelder:

  • Email-Adresse
  • Nachname
  • Straße
  • Postleitzahl