Es wird wohl kaum einen Leser geben, der nicht schon einmal über Amazon bestellt hat. Der Prozess der Bestellung ist der gleiche, egal ob man eine Babywippe, Honig oder ein technisches Gerät kauft. Die Lieferung erfolgt meist zuverlässig mit Einzug des Warenwertes von der festgelegten Zahlungsart.

Es ist bequem, sicher und vertraut über Amazon immer wieder zu bestellen. Seit einiger Zeit bietet Amazon auch “Amazon Payments” für die Bezahlung auf fremden Webseiten an und bietet damit eine direkt konkurrierende Alternative zu Paypal an. Dabei ist es kaum noch überraschend, dass beide Zahlungsdienstleister die gleichen Konditionen für Shopbetreiber anbieten:

Ab 1,9% + 0,35 Euro pro Transaktion kostet die Anbindung für jede Bestellung die über den eigenen Shop abgewickelt wird.

Besonders interessant wird Amazon Payments, wenn man auf Amazon selbst nicht direkt verkauft, aber über die Amazon Product Ads eigene Produkte bewirbt und hierbei von Amazon direkt auf die eigene Webseite verlinken lässt. Spätestens hier kann man bei der richtigen Strategie mit einigem zusätzlichen Traffic auf dem eigenen Online-Shop rechnen.

Amazon-Shopper kommen somit direkt auf Ihre Webseite. Sie zahlen je nach Produktkategorie einen festen Preis für den User. Und jetzt?
Ja, er shoppt, legt Artikel in den Warenkorb und möchte zahlen. Noch ganz in seiner Amazon-Shopping-Laune findet er aber nur Zahlungsbedingungen die er nicht nutzen möchte oder nicht nutzen kann.

Ich schlimmsten Fall fehlen nämlich die Amazon Payments, womit ein Kaufabbruch droht. Die meisten Online-Shops bieten bereits Paypal als eine der wichtigsten Zahlungsmöglichkeiten an. Da darf und muss es konsequent sein, dass man – ebenfalls für die gleichen Gebühren – auch die Zahlung über Amazon anbietet, um den “Amazon-User” hier nicht zu vergraulen.

Genau diese Erfahrung musste ich durch das Feedback eines Users erfahren und kann dem nur zustimmen. Wer Amazon Products Ads bucht, sollte die Amazon Payments in seinen Shop integrieren, um dem Kunden mit gewohnten Zahlungsprozessen das Einkaufen zu erleichtern.

Doch folgendes ist zu beachten: Für Shops mit deutlich höheren Umsätzen jenseits der 5.000-Euro-Marke pro Zahlungsbedingung räumt Paypal u.a. bessere Konditionen bei den Gebühren ein:

Konkret 1,7% statt 1,9% pro Transaktion.

Durch die Aufteilung der bestehenden Umsätze mit einer weiteren gleichwertigen Zahlungsbedingung des Konkurrenten Amazon könnte man somit die besseren Konditionen bei Paypal verlieren, wenn der Umsatz unter die 5.000 Euro-Marke fällt. Dennoch – der Mehrumsatz durch Amazon-Shopper und die verringerten Kaufabbrüche werden diese kleine Differenz in den meisten Fällen ausgleichen.

Grundsätzlich sollte man heute mindestens 5-6 der gängigsten Zahlungsmöglichkeit im Online-Shop anbieten. Denn wenn Sie es nicht tun, macht es Ihre Konkurrenz.