Muss ich Social Media haben?
Welche Social Media Möglichkeiten eignen sich für mein Geschäftskonzept?
Brauche ich Produktbewertungen, eine Wunschliste, einen Produktvergleich?

Was macht Sinn?

Die möglichen Funktionen in heutigen Shopsystemen sind durchaus vielfältig und verleiten dazu möglichst viele von Ihnen bereits im Standard zu aktivieren. Nach dem Motto viel hilft viel werden somit wichtige Bereiche wie die Produktdetailseite mit zusätzlichen Inhalten nach dem Gieskannenprinzip zugebaut, sodass man dadurch im schlimmsten Fall von den tatsächlich wichtigen wie der Produktbeschreibung oder sogar dem Preis ablenkt.

Deshalb sollten Sie sich vor der zusätzlichen Nutzung von Add-Ons Gedanken machen, inwieweit Ihnen diese einen tatsächlichen Mehrwert bieten und ob Sie den teils damit verbundenen Zusatzaufwand überhaupt stemmen können.

Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Werden meine Kunden die zusätzlichen Funktionen zu einem überwiegenden Teil wirklich nutzen?

Je mehr Social Media desto Aufwand…

Von Facebook-Button bis Popup-Umfrage wird die eigene Zielgruppe zuweilen falsch angesprochen oder der dahinterliegende Mehrwert wird gar nicht weiter ausgewertet und verwertet. Der einzige der an den Daten dann einen Nutzen hat sind Facebook & Co.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Sie die zusätzlichen Funktionen zusätzlich regelmäßig testen sollten müssen, um die Funktion dauerhaft sicher zu stellen. Auch bei Erweiterungen oder umfangreichen Templateänderung erfordern die Add-Ons je nach Integration einen nicht unerheblichen Kontroll- und gegebenenfalls Anpassungsaufwand. Gerne werden diese Elemente nach der Integration nämlich vernachlässigt bzw. eine dauerhafte und pflegeleichte Funktion vorausgesetzt.

In Zeiten des „information overflow“ und der massenhaft unnötigen Datensammlung kann sollte man sich deshalb oft manche Dinge sparen, Platz schaffen und die eigene Webseite verschlanken. Der Fokus sollte in jedem Fall auf dem Produkt, der Gestaltung, der Produktbeschreibung und der Bestellabwicklung liegen. Erst wenn dort alle Hausaufgaben erledigt sind, sollten Sie sich Zusatzfeatures zuwenden.

Setzen Sie die Zusatzfunktionen auch nur ein, wenn absehbar ist, dass diese auch für den überwiegenden Teil der Nutzer einen echten Mehrwert bieten, regelmässig gepflegt werden und auch genutzt werden.

Der Kunde wird es Ihnen danken.

Mit Features den Kunden erschlagen…

Eine Möglichkeit ist auch den Kunden mit einer Fülle von Funktionen zu überfordern. Spätestens, wenn das Kundenkonto durch die zahlreichen Einstellungs- und Informationsmöglichkeit ungefähr so komplex anmutet wie ein Flugzeugcockpit sollten Sie sich Gedanken machen.