Amazon ist schon ein „toller Kumpel“, wenn es um das „Verticken“ von Produkten geht. Der Kunde kauft bei Amazon, Amazon nimmt sich die Provision von Dir und man selbst hat den Rest der Arbeit, vorausgesetzt man ist kein direkter Zulieferer über Amazon Prime mit deren Logistikzentrum.

Doch wo Amazon mit der Auslieferung zumindest schnell und weitestgehend zuverlässig ist, nimmt man es bei Amazon aber mit der Pflege und zeitnahen Darstellung von Aktualisierungen aus dem Amazon Verkäuferkonto offenbar nicht besonders ernst. Gerade in Zeiten der verrücktesten Neuerungen in der deutschen Rechtsprechung in Bezug auf Handelsgeschäfte im Internet, ist man auch auf Marktplätzen als Verkäufer auf eine zügige Aktualisierung der eigenen Inhalte und Angaben angewiesen – insbesondere im juristischen Sinne.

Datenschutzerklärung aktualisieren? Machen wir dann mal... irgendwann.

Datenschutzerklärung aktualisieren? Machen wir dann mal… irgendwann.

Bekanntermaßen haftet nämlich nicht Amazon oder eBay für fehlerhafte oder nicht vorhandene Angaben beim eigenen Impressum, der Widerrufserklärung oder den Datenschutzangaben, sondern der Marketplace Anbieter selbst. Aufgeschmissen ist man dennoch, wenn Amazon sich vorbehält genau diese Inhalte nicht sofort sondern freibleibend irgendwann einmal innerhalb der nächsten 24 Stunden zu aktualisieren.

Gerade hier zeigt sich, dass die Systeme von Amazon nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprechen und eine Anpassung auf die schnelllebige digitale Welt dringend erforderlich wäre. Selbstverständlich gibt es in manchen technischen Bereichen gute Gründe, dass sich die Aktualisierung von Inhalten verzögert oder zumindest in einer zusammengefassten Form bereitgestellt wird.

Wenn es jedoch um die juristische Rechtssicherheit für den einzelnen Verkäufer geht, sollte auch Amazon die Möglichkeit schaffen, dass diese Änderungen direkt erfolgen. Sonst sehe ich es juristisch zumindest als äußerst fraglich an, ob dann überhaupt ein Amazon Händler im Falle eines Falles überhaupt rechtlich belangt werden kann, da die Dokumentation eines etwaigen Verstoßes bezüglich einer Abmahnung sich zeitlich mit der Aktualisierung sehr konkreter juristischer Informationen überschneiden könnte.

In der Kategorie Dos and Donts in meinem Blog, stelle ich regelmäßig gerne Netzfundstücke vor, bei denen es im weitesten Sinne um sogenannte „Best Practices“ oder oder leider häufiger auch „Bad Practises“ geht.

Oftmals bestehen Webseiten sowie deren Interaktionsmöglichkeiten und dargestellten Informationen bereits seit vielen Jahren in unveränderter Form und erscheinen in der heutigen Zeit mit einem entsprechenden Blick durchaus kurios und belustigen oder auch ernst und ärgerlich. Oder es wurden neue Ideen und Funktion einfach dilettantisch umgesetzt. 😉

Und es ist gewissermaßen eine Hommage an die alten und quasi fast nicht vergänglichen Dingen, die trotz ihres Alters immer noch fester Bestandteil des Internet sind, obwohl sich dieses in den vergangenen Jahren immer wieder neu erfindet.